Natürliche Vielfalt im Späth-Arboretum

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IMG_8999Beim Späth-Arboretum im Ortsteil Baumschulenweg des Bezirks Treptow-Köpenick handelt es sich um einen botanischen Garten für Gehölze, der eine beeindruckende Geschichte zu erzählen hat: Die beschauliche Gärtnerei Ludwig Späth in der Köllnischen Heide ist der Startpunkt der Legende. Daraus entwickelte sich bis 1879 das von Franz Späth auf 3,5 Hektor ausgeweitete Späth-Arboretum, welches sich noch heute in der Späthstraße 80 in Baumschulenweg befindet. Der Berliner Stadtgartendirektor Johann Heinrich Gustav Meyer, der zum Beispiel auch den Treptower Park oder den Volkspark Friedrichshain plante, verwandelte das Späth-Arboretum in einen beeindruckenden Garten nach englischem Vorbild. Um 1900 hatte das Späth-Arboretum den Ruf der größten Baumschule weltweit, die auch internationale Handelsverbindungen hatte.

Während der Schlacht um Berlin vom 16. April bis zum 2.Mai 1945 wurde auf dem Grundstück in der Späthstraße großer Schaden angerichtet. Im Jahr 1947 wurde das Späth-Arboretum schließlich zu Volkseigentum erklärt. Seit 1961 gehörte das Gelände zum Institut für Spezielle Botanik der Humboldt-Universität zu Berlin und leistete somit schon damals einen wichtigen Beitrag im Bereich der Forschung. Bis heute spielt das Arboretum für die Lehre und Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin eine bedeutende Rolle: 1995 wurde es in das Institut für Biologie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät integriert, heute nutzen das Arboretum rund 200 Studierende dieser Fachrichtung für ihre Forschung.

Im Jahr 2014 konnte in den Arznei- und Gewürzmittelbeeten das Maiglöckchen, welches als Giftpflanze des Jahres betitelt wurde, bewundert werden.  Neben den besonders toxischen Blüten und Früchten wurden auch alle weiteren Pflanzenbestandteile des Maiglöckchens, welches zur Familie der Spargelgewächse gehört, als giftig eingestuft.

In den Monaten zwischen April und Oktober heisst es: Eintauchen in die beeindruckende Welt der Bäume und Pflanzen! Jeweils von Mittwoch bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr freuen sich rund 4000 Pflanzenarten und 1200 Gehölzsippen auf Bewunderer! Der Eintritt liegt bei 1 Euro, für Ermäßigte sind nur 50 Cent.

Bevor die Tage ab November wieder dunkel und kurz werden, hat das Späth-Arboretum noch jede Menge spannende Veranstaltungen auf dem Programm. Am Samstag, den 24. September sowie am Sonntag, den 25. September gibt es anlässlich des Traditionsfestes zum 269. Geburtstag der angrenzenden Späth’schen Baumschulen beispielsweise eine Führung durch das Späth-Arboretum. Am Sonntag, den 25. September um 10:00 Uhr wird die friedliche und beeindruckende Welt der Pflanzen und Gehölze mit einem Konzert des Blasorchesters des Jungen Ensembles musikalisch untermalt!

 

Weitere Infos zu den aktuellen Veranstaltungen gibt es unter http://www2.hu-berlin.de/biologie/arboretum/Veranstaltungen_2016.pdf.

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